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Unsere Erkenntnisfähigkeit bedingt unseren Seinszustand
Unser Seinszustand bedingt unsere Erkenntnisfähigkeit

»Was ohn Vorgedanken, ohn Kunst, unversehens geschiehet, das ist Schlump, der unvermutete Glücksfall.«
Grimmsches Wörterbuch.

Es war zufällig in der Straße „Beim Schlump“, wo sich 1984 um den Hamburger Maler Rolf Laute künstlerisch „schwer“ Begabte mit unterschiedlichen Behinderungen sammelten.
In den Kellerräumen des „Stadthauses Schlump“, einer Außenstelle der damals sogenannten Alsterdorfer Anstalten entstand ein improvisiertes Atelier. „Schlumper“ der ersten Stunde waren Individualisten, die sich standhaft den Arbeitsangeboten der Werkstätten für Behinderte verweigerten oder aus anderen Gründen als werkstattunfähig eingestuft waren.

Frauen und Männer im Alter zwischen 20 und 80 Jahren, die über den Großraum Hamburg verstreut in betreuten Wohneinrichtungen verschiedener Träger lebten, schlossen sich nach kurzer Zeit der Gruppe an. Darunter waren auch Werkstattgänger, die das Atelier am Schlump nur in ihrer Freizeit aufsuchen konnten.

Mit Hilfe des schon 1985 gegründeten Fördervereins „Freunde der Schlumper“ und der Behörde für Arbeit, Gesundheit und Soziales wurde schließlich 1993 das Arbeitsprojekt „Schlumper von Beruf“ ins Leben gerufen. Alle hatten nun die Chance, ihre besondere Begabung beruflich einzusetzen. Damit war der Weg frei, als freischaffende Angestellte, bezahlte, ganzheitliche und selbstbestimmte Arbeit zu verrichten. Das Projekt bot zuletzt 22 KünstlerInnen einen festen Arbeitsplatz. 

Wir bleiben am Ball auch hier im Sinne des geplanten Museums aktiv zu werden...